Erziehung

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S. 38

§ 1. Der Haupt-Zweck aber des Ehe-Standes ist vermöge Göttlicher Stifftung die Erziehung der Kinder <...>.

Oeconomus prudens et legalis (1705)
Franciscus Philippus Florinus
С. 11

<...> а главной плод супружества суть с божиею помощию ожидаемыя дети их, которых надобно <...> воспитать <...>.

Флоринова Экономия (1760)
Франциск Филипп Флорин (Флоринус)
S. 144

Da das Ottomanische Staatssystem die Absicht hat, den Adel auszurotten, so hat man dagegen diese Mittel erfunden, um die Eitelkeit des menschlichen Herzens zu befriedigen. Mit einem Worte, die Jünglinge, die im Serail ihre Erziehung bekommen, werden von ihrer ersten Kindheit dazu angewiesen, daß ein [S. 145] vollkommen blinder Gehorsam gegen den Willen des Monarchen eine wesentliche Eigenschaft eines guten Unterthans ist. Dieser Lehre setzen sie keine Gränzen, so daß sie sogar den Tod mit grösster Gelassenheit erdulden, weil es ein Glaubensartikel ihrer Religion ist, daß sie zur Belohnung ihres blinden Gehorsams gegen den Willen des Grosherrn sogleich in’s [sic!] Paradies werden versezt werden.

С. 185

Как Оттоманское Правительство старается о изтреблении благородства; то нашли сии средства удовлетворить суете сердца человеческаго. Словом сказать, юношам, возпитываемым в Серале, показывается с самого детства, что совершенно слепое повиновение Султану есть существенное качество добраго гражданина. Сему учению они не поставляют границ, даже и смерть сносят равнодушно, думая по своему закону, что в награждение за слепое повиновение будут в раю.

S. 60

Da ich von Erziehung rede, erlaube man mir auch ein Wort – das zwar schon vielmal ist gesagt, aber noch zu wenig gehört worden, und nie oft genug wiederhollt werden kann – ein Wort über die Erziehung durch Hofmeister. 

Der Adel und die Reichen halten sich größtentheils Ammen und Hofmeister, meist der Bequemlichkeit wegen, wie sie sich Pferde halten, [S. 61] die sie von einer Visite zur andern schleppen, und dienstfertige Hände die ihnen den Becher an den Mund halten, und schnelle Füsse, die auf den Wink ihrer Launen in Bewegung sind. Doch laß ich es auch gelten, daß Umstände eintretten, die es dem besten Vater unmöglich machen, sich selbst mit der Erziehung seines Sohnes zu beschäftigen. Der Mann, der in Staatsgeschäften arbeiten und am Hofe seyn muß, ist immer in die traurige Nothwendigkeit versetzt, seine Vaterstelle einemandern zu übertragen.

C. 70

Говоря о воспитании, я позволю себе сказать еще слово – которое хотя уже много раз сказывано было, но мало еще слышали оное, и котораго никогда не можно довольно часто повторять – слово о воспитании посредством Гофмейстера. 

Благородные и богатые содержат Мадам и Гофмейстеров, или надзирателей по большой части ради покойности, так как они имеют у себя лошадей, которыя их возят раздавать визиты, или как услужливыя руки, которыя к их рту подносят чашу, или как резвыя ноги, кои бегают по мановению их желаний. Но я почитаю сие справедливым, когда случаются такия обстоятельства, которыя не дают возможности самому лучшему отцу заняться воспитанием своего сына. Тот муж, которой должен производить государственныя дела и быть при дворе, всегда подвергается необходимости [c. 71] поручить другому свое место отца.

S. 182

([S. 183] Von den Gesetzen des Drako ließ er nur diejenigen stehen, welche wider den Todtschlag gerichtet waren.) [S. 182] Er überließ also zwar den Reichen die obrigkeitlichen und andern Aemter; allein die höchste Gewalt ertheilte er dem gesammten Volke, das heißt, allen freyen Bürgern. *Den Versammlungen desselben konnten die Armen ebenfalls beywohnen: und aus der Anzahl von diesen wurden auch Richter genommen.* Damit aber in den allgemeinen Versammlungen des Volkes, welche auf öffentlichem Markte gehalten wurden, nicht allerhand übereilte und unbesonnene Berathschlagungen über den Zustand des Vaterlandes angestellt werden möchten, wie bey einer solchen Menge von mehrern tausenden leicht geschehen konnte: setzte Solon einen Staatsrath von vierhundert Mitgliedern ein. *Dieser überlegte vorher, was mit Nutzen in der allgemeinen Versammlung vorgetragen werden könnte: und ohne seine Einwilligung durfte nichts vor dieselbe gebracht werden. Wenn sich dann die Athenienser versammelten, so sagten zuerst die ältesten Bürger ihre Meynung über die vorgelegten Angelegenheiten, und nach ihnen die jüngern, welche sich solchergestalt nach den weisen Rathschlägen ihrer ältern Mitbürger richten konnten. [S. 183] Keiner aber von denen, die eine unordentliche oder lasterhafte Lebensart geführt hatten, durfte bey dieser Gelegenheit seine Stimme erheben. Denn da er für sein eigenes Beste nicht zu sorgen wußte, wie hätte er zum Besten des Vaterlandes rathen können? Was nun die meisten Stimmen in dieser Versammlung beschlossen, das wurde zum Gesetze.* Ueberdieß gab es noch ein höchstes Gericht zu Athen, der Areopagus genannt, dem Solon noch mehr Ansehen ertheilte. *Dieses Gericht wurde des Nachts im Dunkeln abgehalten, damit die vor demselben erscheinenden Personen nicht gesehen werden könnten, und die Richter also weder aus Liebe, noch aus Feindschaft gegen jemanden urtheilen möchten.* Es verhinderte mit der äußersten Schärfe, daß nichts wieder das gemeine Wohl beschlossen oder vorgenommen werden durfte, daß niemand  ungerechter Weise litt, aber auch kein Verbrechen ungestraft blieb; es führte die Aufsicht über die Religion und Erziehung der Jugend, und strafte eben sowohl den Müßiggänger, als den Verschwender.

 

Текст, отмеченный *...*, отсутствует в русском переводе.

 

С. 190

Он оставил законы Драконовы, выключая положенные против смертоубийства, и своими хотя старался доставить верховную власть всему народу; однако чиновныя места предоставлял богатым. Дабы ограничить мятежливыя неистовства народа, он учредил Сенат, которой прежде долженствовал изследовать то, что имело быть предложено в народном собрании. А дабы также и силе богатых положить пределы, то весьма увеличил он силу и власть Ареопага. Сей верховный и достопочтенный суд переменял или уничтожал скороспешныя решения народа, так что ни кто не смел ему противиться, и имел смотрение за богослужением и нравами.

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